Amnesty und der Schutz der Umwelt
Für Amnesty ist die Bekämpfung von Menschenrechtsverletzungen, verursacht durch Umweltzerstörung und Klimawandel, seit langem ein Fokusthema. Amnesty setzt sich besonders für Umweltaktivisten ein, die wegen ihres Engagements zur Einhaltung der Umweltschutzrechte verfolgt werden und für indigene Völker, deren Lebensgrundlage durch rücksichtslose Ausbeutung der Ressourcen zerstört werden. Hierzu unterstützt Amnesty auch Gerichtsverfahren gegen nationale und internationale Firmen und Konsortien, die Rohstoffen ohne Achtung der Menschenrechte ausbeuten und die Umwelt auf Jahre und Jahrzehnte nachhaltig schädigen und den Menschen so ihre Existenzgrundlage entziehen.
Die Folgen der Umweltverschmutzung und des Klimawandels für die Menschenrechte sind jetzt schon verheerend. Zusammen mit zivilgesellschaftlichen Organisationen und Institutionen müssen wir die Regierungen zu einem schnellen Handeln bewegen. Die Zeit drängt.
Der Klimawandel und die Umweltzerstörung bedrohen alle Menschenrechte – bürgerliche und politische, wirtschaftliche, soziale und kulturelle. So haben alle Menschen ein Recht auf Leben und das Recht darauf, in Freiheit und Sicherheit zu leben. Doch das macht der Klimawandel und die Umweltzerstörung für Milliarden von Menschen zunehmend unmöglich. Aber auch die Menschenrechte, die menschenwürdige Lebensgrundlagen wie das Recht auf Gesundheit, das Recht auf Wohnen und das Recht auf Zugang zu sauberem Wasser und Hygiene schützen, sind betroffen. Deshalb ist der Klima- und Umweltschutz ein zentrales Anliegen von Amnesty weltweit.
Zentrale Forderungen und Maßnahmen von Amnesty sind:
- Verstärkung der Klimaschutzmaßnahmen durch Regierungen.
- Ausstieg aus fossilen Brennstoffen und Umstieg auf erneuerbare Energien.
- Verantwortlichkeit von Staaten und Unternehmen für den Klimaschutz.
- Sicherstellung menschenrechtskonformer Praktiken in der Lieferkette
Eine gemeinsam von Amnesty International und Global Witness in Auftrag gegebene Umfrage unter EU-Bürger*innen Anfang Oktober 2025 zeigt, dass eine deutliche Mehrheit der Befragten (75 Prozent) es für wichtig hält, dass die EU ihre eigenen Umweltgesetze einhält und Unternehmen entlang der Lieferkette für Umweltschäden und Menschenrechtsverletzungen zur Verantwortung gezogen werden müssen.
Dokumente zum Download, Links, Verweise
Amnesty Das Menschenrecht auf sauberes Wasser 2023
Amnesty Nigeriabericht 2022
amnesty-klimakrise.de/2022/08/the-significance-of-the-climate-crisis-on-the-global-south/
Amnesty Bericht zu den Innu Passamit, Quebec, Kanada, 2022
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