AKTUELLES


16. November 2019

Vortrag von Prof. Gert Weisskirchen: "Souveränität als Verantwortung - ein neues Verständnis für die Menschenrechte", am 10. 12.2019 um 19:30 Uhr in Ladenburg, Domhof Hauptstraße 7
Anlässlich des Tags der Menschenrechte am 10.12.2019 lädt die Amnesty Gruppe Ladenburg/Schriesheim gemeinsam mit  der Initiative "Wir gegen Rechts" zur Veranstaltung ein. Der Eintritt ist frei.

 

Das bisherige Verständnis der Menschenrechtserklärung der Vereinten Nationen bedeutet, dass – auch wenn diese Menschenrechte Bestandteil der Verfassung eines Landes sind – sich den Souveränitätsrechten eines Landes unterordnen müssen. Sie haben damit nicht Völkerrecht-Status. Kein Land hat das Recht, in einem anderen Land wegen eventueller Menschenrechtsverletzungen zu intervenieren und dadurch die Souveränität dieses Landes zu verletzen. Alleine der Menschenrechts-Gerichtshof in Den Haag kann in die Souveränität eines Landes zur Verteidigung der Menschenrechte eingreifen, und dieses Recht ist nicht einmal von allen Staaten akzeptiert.

In seinem Vortrag wird Prof. Weisskirchen das Spannungsverhältnis zwischen der Souveränität eines Landes und den Schutzauftrag  der übrigen Staatengemeinschaft  behandeln. Es geht letztlich um die Frage, ob die universellen UN-Menschenrechte juristisch über den Landesgesetzen stehen und damit auch von anderen Staaten geschützt werden dürfen, oder ob dies ein unzulässiger Eingriff in die Souveränität eines Landes wäre. Prof. Weisskirchen war von 1997 bis 2002 Vorsitzender des Ausschusses für Humanitäre Angelegenheiten und Menschenrechte

 

 


18.September 2019

Amnesty International auf dem Altstadtfest in Ladenburg

 

Auch in diesem Jahr beteiligten wir uns mit einem Info-Stand am Altstadtfest in Ladenburg. Gruppenmitglieder informierten am Samstag, den 13. September über die Arbeit von Amnesty International und sammelten Unterschriften unter Petitionen, in denen u.a. der koreanische Machthaber  Kim Jon-un aufgefordert wird, das Straflager Yodok in Nordkorea zu schließen. 


18.März 2019

Dr. Markus Weber und Dieter Scheithe begeisterten mit ihrem Programm "Die Zwei von der Klangstelle".

 

Im vollbesetzten Domhofsaal in Ladenburg präsentierten die beiden Künstler ein buntes Popourri von Liedern und Schlagern der 1920er und 1930er Jahre. Dabei entfalteten sie eine musikalische Zeitreise des sogenannten Goldenen Zeitalters mit einer lebhaften Kunstszene, aber auch dem Heraufziehen des unheilvollen Nationalsozialismus. Viele der Komponisten und Interpreten der vorgestellten Lieder wurden im dritten Reich verfolgt, mussten emigrieren oder wurden im KZ ermordet. Der anfänglichen Heiterkeit des Programms im ersten Teil folgte eine eindrückliche Nachdenklichkeit im zweiten Teil..Die Amnesty Gruppe Ladenburg | Schriesheim als Mitveranstalter und das begeisterte Publikum quittierten den gelungenen Abend mit viel Applaus.

 


10.März.2019

Chanson Abend mit Dr. Markus Weber, am Klavier  Dieter Scheithe

„Die Zwei von der Klangstelle“ . Eine Hommage an die  1920er und 30er Jahre -  Freitag,  5. April, 19.30 Uhr im Domhof in Ladenburg. 

Die Zeit zwischen zwei Weltkriegen, zwischen Kaiserreich, Weimarer Republik und Diktatur. Was für eine Zeit: die Dekadenz der Charleston-Generation, der bröckelnde Wohlstand, die zunehmende Armut, die Populisten, der Fremdenhass.

Aber  auch die Zeit der schillernden Unterhaltung. Und gerade die Chansons dieser Zeit sind bis heute Zeugen dieser Epoche. Ein Abend mit Melodien und Liedern, die man immer wieder gerne hört, eingebettet in den Zeithintergrund und bestückt mit literarischen Kostbarkeiten von Ringelnatz, Tucholsky und Erich Kästner. Mit der leichten Muse gegen das Vergessen. Die Ausdünnung einer ganzen Künstlerszene in der Nazi-Diktatur als mahnende Warnung vor den Keimzellen aktueller Entwicklungen. Mit seinem  Auftritt unterstützt Dr. Markus Weber die Arbeit  der Gruppe Ladenburg Schriesheim von Amnesty International.

 

 

Karten im Vorverkauf  15,-€ (Abendkasse 17,-€) in Ladenburg bei SEITENWEISE bücher am Markt und Buchhandlung am Rathaus;  in Schriesheim in Utes Bücherstube – Reservierungen unter kontakt@amnesty-ladenburg-schriesheim.de 


12. Januar 2019

Konzertabend mit Katrin und Marcus Armani:  „ Refugee Music“  am Sonntag, den 3. Februar im Domhof in Ladenburg 

 

 

Mit dem Konzert  „Refugee Music“  erinnert das Duo Armani  - Katrin Gesang und Marcus Gitarre -  am Sonntag, den 3. Februar um 17.00 Uhr im Domhof in Ladenburg  an  verfolgte, unterdrückte oder vertriebene  Musiker, deren Kompositionen sie neu interpretieren.  Mit  der Schilderung  ihrer oftmals unbekannten Leidens- und Erfolgsgeschichte  lassen sie die Komponisten lebendig werden. Die zum Teil durchaus auch recht amüsanten Anekdoten  runden den unterhaltsamen Teil des Konzertes ab. Neben Künstlern wie Kurt Weil, Fredy Mercury, Miriam Makeba  kommen auch zeitgenössische Komponisten zu Gehör.  Mit ihrem Auftritt unterstützen Katrin und Marcus Armani die Arbeit  der Gruppe Ladenburg Schriesheim von Amnesty International.


Karten im Vorverkauf  13,-€ (Abendkasse 15,-€) in Ladenburg bei SEITENWEISE bücher am Markt und Buchhandlung am Rathaus;  in Schriesheim in Utes Bücherstube – Reservierungen unter kontakt@amnesty-ladenburg-schriesheim.de


05. Dezember 2018

70 Jahre  Allgemeine Erklärung der Menschenrechte  -

Film „Transit“  und Gespräch im Olympia-Kino Leutershausen - mit Professor Dr. Anne Peters, Max-Planck-Institut Heidelberg

 

Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte wird 70. Aus diesem Anlass zeigt  Amnesty International, Gruppe  Ladenburg-Schriesheim in Zusammenarbeit mit dem Olympia-Kino Leutershausen , Hölderlinstr. 2  am 10. Dezember um 19.30 Uhr den Film „Transit“ .

Die Handlung des Films basiert auf dem gleichnamigen Roman von Anna Seghers, den sie im Exil geschrieben hat. Hierin geht es um die verzweifelte Lage von Flüchtlingen aus Nazi-Deutschland, die versuchen, über Marseille ins Ausland zu fliehen.  Als Schauplatz der Verfilmung  hat Regisseur Christian Petzold jedoch das heutige Marseille gewählt. Er verknüpft Gegenwart und Vergangenheit, indem er die Emigranten aus Nazi-Deutschland Geflüchteten von heute begegnen lässt. Petzold zeigt so Flucht als universelle Erfahrung, die auch uns jederzeit wieder treffen kann. 

Die Verabschiedung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte durch die Vereinten Nationen am 10. Dezember 1948 war eine direkte Reaktion auf die schrecklichen Ereignisse des Zweiten Weltkriegs und fußt auf der Anerkennung, dass alle Menschen frei und gleich an Würde und Rechten geboren sind.  „Transit“  ist eine Mahnung uns zu erinnern, dass die Menschenrechte nicht ein selbstverständliches Gut sind, und ein dringlicher Appell,  diesen universalen Ansatz der Humanität zu verteidigen.

 

 

Gast im Kino ist  Prof. Dr. Anne Peters, Direktorin am Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht in Heidelberg. Im Publikumsgespräch nach dem Film wird es unter anderem um die Fragen gehen, wie es um die Beachtung der Menschenrechte bestellt ist, ob  Menschenrechte  völkerrechtsverbindlich sind und wie es um die Einhaltung der Menschenrechte  in der globalen Welt steht.