AMNESTY GRUPPE 1500  LADENBURG SCHRIESHEIM

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Amnesty International setzt sich auf der Grundlage der “Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte” für eine Welt ein, in der die Rechte einer jeden Person geachtet werden. Amnesty International deckt Menschenrechtsverletzungen weltweit auf und wird aktiv, wenn Menschen akut bedroht sind.

 

Die Amnesty Gruppe Ladenburg-Schriesheim unterstützt vor Ort die Aktionen und Kampagnen von Amnesty International und möchte zum Mitmachen und zur Mitarbeit bewegen. 


Nächster Termin


 

Sa 24. November 2018 10:30 Uhr Amnesty im Gespräch

Ort: Schriesheim Begegnungsstätte & Cafe "Mittendrin", Kirchgasse  


Informationen - Themen - Kampagnen



Menschenrechte Türkei

FREILASSUNG VON TANER KILIC

Der Ehrenvorsitzende von Amnesty in der Türkei, Taner Kılıç, ist endlich aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Ein Gericht in Istanbul ordnete seine Freilassung aus einem Gefängnis im westtürkischen Izmir an. Über 400 Tage befand sich Taner Kılıç in Haft. Das Verfahren gegen ihn und zehn weitere Menschenrechtler, darunter der deutsche Trainer Peter Steudtner, ist anhängig.

„Wir sind erleichtert, dass Taner Kılıç endlich auf freien Fuß ist. Über 400 Tage musste er unschuldig hinter türkischen Gefängnisgittern verbringen, obwohl alle Anklagepunkte mit Beweisen widerlegt wurden. Seine Inhaftierung ist ein überdeutlicher Beleg dafür, wie in der Türkei die Justiz instrumentalisiert wird, um jene zu verfolgen, die die Menschenrechte verteidigen“, sagt Markus N. Beeko, Generalsekretär von Amnesty International in Deutschland. „Nach seiner Freilassung müssen die türkischen Behörden nun auch das Verfahren gegen ihn und die zehn weiteren Menschenrechtler einstellen. Die internationale Staatengemeinschaft bleibt insgesamt weiter gefordert, gegenüber der türkischen Regierung auf die Achtung der Menschenrechte und rechtsstaatlicher Prinzipien zu drängen.“

Die „Terrorismusvorwürfe“ gegen die elf Menschenrechtler sind völlig haltlos. Die Staatsanwaltschaft konnte keine Beweise für ihre Anklage vorlegen und ein kürzlich vorgelegter Polizeibericht bestätigte, dass Taners Inhaftierung jeglicher Grundlage entbehrt. Das Verfahren ist politisch motiviert und Teil der systematischen Unterdrückung kritischer Stimmen in der Türkei.

Zur Lage der Menschenrechte

DER NEUE AMNESTY REPORT 2017/18  -  EIN APPELL ZU MEHR SOLIDARITÄT

Der Amnesty Report 2017/18 ist im Mai in deutscher Fassung erschienen. Er gibt Auskunft über die aktuelle Lage der Menschenrechte in 159 Ländern und weist auf globale, kontinentale und spezifisch territoriale Tendenzen hin. Auffällig ist das Anwachsen der Unterdrückung der Meinungsfreiheit in autoritären Staaten, die Verfolgung und Inhaftierung von Menschenrechtsverteidigern/Innen, die Stigmatisierung  von Minderheiten und die Zunahme ziviler Opfer bei Kriegen und gewaltsamen Auseinandersetzungen innerhalb von Volksgruppen. Die Liste der festgestellten Menschenrechtsverletzungen lässt sich leicht verlängern.

 

Die gründlich recherchierten Verstöße gegen die Menschenrechte in 2017 könnten leicht als Fortsetzung längst bekannter Missstände weltweit interpretiert werden, die sich jährlich nur in Details verändern. Dieser Gewöhnungseffekt ist gefährlich und zynisch, weil er eine Haltung der Gleichgültigkeit und mangelnder Solidarität befördert.

 

Im Vorwort dieses Amnesty Reports hat Salil Shetty, internationaler Generalsekretär von Amnesty International, vor allem den westlichen Ländern ins Stammbuch geschrieben:

 

„Das 70. Jubiläum der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte im Jahr 2018 macht uns schmerzlich bewusst, dass unsere Menschenrechte alles andere als selbstverständlich sind. Es ist mitnichten selbstverständlich, dass wir uns frei versammeln können, um zu protestieren oder unsere Regierungen zu kritisieren. Und es ist weder selbstverständlich, dass wir im Alter oder im Falle einer Behinderung sozial abgesichert sind, noch dass unsere Kinder in Städten mit sauberer Luft aufwachsen, noch dass junge Menschen nach der Ausbildung eine Arbeitsstelle finden, um sich eine Wohnung leisten zu können.“

 

Lesen Sie den Amnesty Report 2017/18 als ein Appell zur Solidarität, zum Engagement und zur Mitarbeit.

Türkei: Freiheit für Taner Kilic

Taner kilic weiter in Haft - Bundesweite Aktionen zu seinem Geburtstag am 11.März

Der Vorstandsvorsitzende von Amnesty International in der Türkei, Taner Kılıç, sitzt weiterhin in Untersuchungshaft. „Taner Kılıç sitzt seit neun Monaten in Untersuchungshaft – und das aufgrund absurder Vorwürfe und ohne jeglichen Beweis. Auch seinen 49. Geburtstag am Sonntag muss er hinter Gittern verbringen, getrennt von seiner Frau und seinen Töchtern“, kritisiert Markus N. Beeko, Generalsekretär von Amnesty International in Deutschland.

„Die Türkei hält mit dem Amnesty-Vorsitzenden seit über neun Monaten einen hochrangigen Vertreter einer unabhängigen internationalen Organisation in Haft. Dies ist nicht nur ein Alarmsignal für die Menschenrechtslage in der Türkei, sondern ein kalkulierter Angriff auf den internationalen Menschenrechtsschutz. Regierungen weltweit sind weiter gefordert, klar und unmissverständlich Taner Kılıçs Freilassung zu verlangen. Organisationen und Aktivisten weltweit vertrauen darauf, dass autokratischen Regimen deutlich signalisiert wird, dass die Missachtung internationaler Menschenrechtsstandards nicht folgenlos bleibt.“

„Die Inhaftierung und das Verfahren sind offensichtlich politisch motiviert: Taner Kılıç wurde einzig und allein inhaftiert, weil er sich als Anwalt und Amnesty-Vorstand für die Rechte anderer einsetzt“, so Beeko weiter. „Seine Freilassung ist längst überfällig – wie auch die aller anderen, die nur in Haft sind, weil sie friedlich ihre Rechte wahrgenommen haben.“

Taner Kılıçs andauernde Inhaftierung zeigt die ganze Willkür der türkischen Justiz. Es liegen keine Beweise gegen ihn vor. Nur einen Tag nachdem ein Istanbuler Gericht am 31. Januar 2018 seine Freilassung angeordnet hatte, widerrief dasselbe Gericht seine Entscheidung. Das Verfahren gegen Taner Kılıç soll am 21. Juni weitergehen. 

Wenn Sie sich für die Freilassung von Taner Kilic einsetzen wollen, dann folgen Sie dem Link:

Freiheit für Taner Kilic - jetzt!  

Gemeinsam für Menschenrechte

Briefmarathon 2017: AKTION MIT GROSSEM ERFOLG BEENDET: 864 Briefe, davon 306 von Schulen

Mehr Informationen zu den Ergebnissen finden Sie unter Aktuelles vom 28.12.2017.

 

Aktion Briefmarathon in Ladenburg und Schriesheim

 

Mit dem Briefmarathon ruft Amnesty International jedes Jahr zum Tag der Menschenrechte am 10. Dezember weltweit dazu auf, sich für Menschen zu engagieren, die Schikanen, Verfolgung und Folter ausgesetzt sind. In mehr als 180 Ländern schreiben Menschen innerhalb weniger Tage Millionen Briefe und E-Mails, um den Betroffenen Mut zu machen und die verantwortlichen Regierungen an ihre menschenrechtlichen Verpflichtungen zu erinnern. „Mit dem Amnesty-Briefmarathon kann sich jede und jeder von uns direkt und unmittelbar für bedrohte Menschen einsetzen. In einer Zeit, in der Regierungen und politische Gruppierungen zunehmend Menschen ausgrenzen und ihnen ihre Rechte absprechen wollen, ist dieser internationale Zusammenhalt wichtiger denn je“, sagt Markus N. Beeko, Generalsekretär von Amnesty International in Deutschland. „Ein einzelner Brief mag ungelesen weggeworfen werden, Hunderttausende Briefe aber können die Behörden nicht ignorieren. Gemeinsam mit Jella Haase laden wir in diesem Jahr alle dazu ein, sich gezielt für Verteidiger der Menschenrechte aus zehn Ländern einzusetzen.“

Unsere Fälle

 

Amnesty International hat 10 Fälle vorgeschlagen, davon haben wir 5 folgende Fälle ausgewählt;

 

Ägypten: Hanan Badr el-Din - Menschenrechtlerin in Untersuchungshaft

China: Ni Yulan - Harte Repressalien gegen Rechtsanwältin

Jamaika: Shackela Jackson - Schutz vor Polizeigewalt

Madagaskar: Clovis Razafimalala - Umwelzschützer mundtot gemacht

Türkei: Taner Kilic und weitere - angeklagt, weil sie Menschenrechte verteidigen

 

Unsere Veranstaltungen

 

Mi  29.11.17     17:30 Uhr   Rathaus Ladenburg

Sa  02.12.17     10:30 Uhr - 12:30 Uhr   Cafe & Begegnungszentrum "mittendrin",Schriesheim

 So  03.12.17     10 Uhr        Gottesdienst, Stadtkirche, Weinheim

 Mi  06.12.17      11 Uhr         Rathaus Schriesheim

 Sa  09.12.17     10:30 Uhr - 12:30 Uhr   Cafe & Begegnungszentrum "mittendrin",Schriesheim

 So  10.12.17    10 Uhr         Gottesdienst, Stadtkirche, Ladenburg

 

In Ladenburg finden Sie die Briefe unterschriftsreif im Rathaus vom 29.11.November bis 10.12.17. In Schriesheim finden Sie die Briefe unterschriftsreif im Rathaus vom 6.12. bis 10.12.17 und im Begegnungszentrum & Cafe „mittendrin“ vom 2.12. bis 10.12.17 zu den üblichen Öffnungszeiten

 

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme.

 

 

Erfolge Amnesty International

Urgent Actions erfolge

Bei unseren Gesprächen mit den Bürgern steht häufig die Frage im Fokus: Haben die Briefe, Faxe, E-Mails und Unterschriften bei den Aktionen und Kampagnen von Amnesty International überhaupt Erfolg? Während die Berichte, Appelle und Aufrufe von Amnesty durch die Printmedien, TV , Radio und Social Media eine weite Verbreitung finden, werden die Erfolge nicht gleichermaßen in die Öffentlichkeit transportiert und so von Unterstützern kaum wahrgenommen. Dieses Ungleichgewicht führt u.a. zu einer gewissen Hemmschwelle, sich an Aktionen zu beteiligen. Denn wer erkennt, dass sein Mitmachen auch zu Erfolgen führt, der ist aus Erfahrung auch bereit, sich kontinuierlich zu engagieren. Aus diesem Grund finden Sie als "Erfolgstafel" die Fälle für einen Zeitraum von vier Monaten, bei denen Amnesty International hauptsächlich durch Urgent Aktions (Eilaktionen) Erfolge feiern konnte.

 

Erfolgstafel für den Zeitraum vom 1.Juli bis zum 31.Oktober 2017

 

Ibrahim Karimi, Sudan, Meinungsfreiheit, nach mehr als 2 Jahren am 30.10.17 freigelassen, Idil Eser, Peter Steudner und 6 weitere Personen, Türkei, politische Verfolgung, nach 4 Monaten am 25.10.17 frei, Clinton Young, USA, Todesstrafe, Hinrichtungstermin aufgeschoben am 18.10.17, Elgassim Mohamed Seed Ahmed, Sudan, politische Verfolgung, nach 10 Monaten am 3.10.17 freigelassen, Peng Heping und Wu Mingliang, Meinungsfreiheit, nach 2 Monaten am 22.9.17 freigelassen, Lawi Wenig, Aye Nai und Pyae Phone Aung, Myanmar, Meinungsfreiheit, am 20.9.17 freigelassen, Htin Kyaw, Myanmar, Meinungsfreiheit, am 20.9.17 freigelassen, Mohammad Abu Sakha, Israel, ohne Anklage, nach zwei Jahren frei, 07.09.17; Dr. Mudawi Ibrahim Adam, Sudan, politische Verfolgung, nach acht Monaten frei, 29.08.17;  Hakainde Hichilema und fünf weitere Personen, Sambia, politische Verfolgung, nach fünf Monaten frei, 28.08.17; Jason McGehee, USA, Aufhebung des Todesurteils, 28.08.17; Wei Xiaobing, China, politische Verfolgung, unter Auflagen frei, 28.08.17; Marcellus Williams, USA, Hinrichtung ausgesetzt, 22.08.17; Dr. Mohamed Yasin Abdalla, Sudan, ohne Anklage, nach vier Monaten frei, 24.08.17; Prof. Ahmad Qatamesh, Israel und besetzte Gebiete, ohne Anklage, nach drei Monaten frei, 23.08.17; Server Karametov, Ukraine Krim, friedlicher Protest, nach zehn Tagen frei, 19.08.17; Erkin Musaev, Usbekistan, politische Verfolgung, vorzeitig nach 10 Jahren frei, 22.08.17; Valentina Cherevatenko, Russland, politische Verfolgung, Anklage fallen gelassen, 19.06.17; Pater Elil Rajendram, Sri Lanka, Polizeigewalt,  polizeiliche Ermittlung gerichtlich untersagt, 08,08,17; Untersuchungskommission für Menschenrechtsverletzungen eingerichtet, Nigeria, Polizeigewalt, 05.08.17; Mohsen Taher, Syrien, politische Verfolgung, nach drei Monaten frei, 29.07.17; Tarek Mohamed Ahmed Hussein, Ägypten, willkürliche Inhaftierung, nach zwei Monaten vorläufig frei, 27.07.17; Gruppe von 28 Männern, Bangladesch, Diskriminierung, nach drei Monaten freigelassen, 21.07.17; Dr. Salem Mohamed Beitelmal, Libyen, politische Entführung, nach zwei Monaten freigelassen, 06.06.17; Jean-Marie Kalonji und Sylva Mbikayi, DR Kongo, ohne Anklage, nach einem Monat frei, 17.07.17; Keywan Karimi, Iran, Meinungsfreiheit, mit Auflagen nach fünf Monaten freigelassen, 19.04,17;  Ivan Teleguz, USA, Todesurteil umgewandelt, 20.04.17; Dr. Stella Nyanzi, Uganda, Meinungsfreiheit, nach zwei Monaten frei, im Mai 2017: Mohamed Hassan El Bushi und Amin Saad, Sudan, ohne Anklage, nach mehreren Monaten frei, 30.04.17; Raimundos Oki und Lourenco Vicente, Timor-Leste, Meinungsfreiheit, Freispruch, 01.07.17

 

Alle diese Fälle sind mit weiteren Informationen auf 

www.amnesty.de/mitmachen/unsere-erfolge   nachzulesen.

 

Wenn Sie gleich aktiv werden wollen, dann folgen Sie diesem Link.

 

Tag des Flüchtlings

UNHCR-BERICHT: FLUCHT UND VERTREIBUNG ERREICHEN 2016 NEUEN HÖCHSTSTAND

Am 29. September 2017 will der Tag des Flüchtlings auf das weltweite Ausmaß von Flucht und Vertreibung aufmerksam machen. Aus diesem Anlass hat die Amnesty Gruppe Ladenburg eine Fotoausstellung mit dem Titel "Menschen auf der Flucht" organisiert. Mit 30 beeindruckenden Fotos der weltberühmten Fotoagentur MAGNUM erzählt die Ausstellung die Geschichte von schutzsuchenden Menschen im Zeitraum von 1948 bis heute aus allen Teilen der Welt. Die Ausstellung ist vom 13.September 2017 bis 7.Oktober 2017 in der Stadtbibliothek Schriesheim, Hirschbergerstr.1 zu besichtigen.

 

Der Bericht des UN-Flüchtlingskommissariats (UNHCR) vom 17.Juni 2017 (hier ein Auszug) zeigt mit aller Deutlichkeit auf, dass Flucht und Vertreibung auch heute eines der großen globalen Probleme darstellen. 

Nach der neuen Weltjahresstatistik Global Trends der UN-Organisation gab es Ende 2016 insgesamt 65,6 Millionen Menschen, die von Flucht und Vertreibung betroffen waren – 300.000 Menschen mehr als im Jahr zuvor. Damit wird deutlich, welch enorme Zahl von Menschen weltweit Schutz benötigen, doch es zeigt auch, dass sich im Jahre 2016 der Anstieg von Flucht und Vertreibung verlangsamt hat. In jedem der letzten fünf Jahre stieg die globale Gesamtzahl jeweils in Millionenhöhe.

Der nunmehr erreichte Stand von 65,6 Millionen umfasst drei wichtige Komponenten: Zunächst die Zahl der Flüchtlinge – sie ist mit 22,5 Millionen höher als jemals zuvor. Von dieser Gesamtzahl fallen 17,2 Millionen in den Verantwortungsbereich von UNHCR, die Übrigen sind palästinensische Flüchtlinge, die bei unserer Schwesterorganisation UNRWA registriert sind. Syrien bleibt weltweit das größte Herkunftsland von Flüchtlingen (5,5 Millionen). Der größte neue Faktor im Jahre 2016 war jedoch der Südsudan, wo der katastrophale Zusammenbruch der Friedensbemühungen im Juli zu einer Massenflucht von 739.000 Menschen bis zum Jahresende führte (aktuell sind es mittlerweile 1,87 Millionen).

Die zweite Gruppe betrifft die Zahl der Menschen, die innerhalb ihres Heimatlandes geflohen sind. Dies waren 40,3 Millionen im Vergleich zu 40,8 Millionen im Jahr zuvor. Syrien, Irak und weiterhin Kolumbien stehen an der Spitze jener Staaten, die von Binnenflucht und –vertreibung betroffen sind. Dieses Problem hat jedoch eine globale Dimension und ist verantwortlich für fast zwei Drittel der Gesamtzahl von 65,6 Millionen Menschen auf der Flucht.

Bei der dritten Gruppe handelt es sich um Asylbewerber, also Menschen, die ihr Heimatland verlassen haben und anderswo internationalen Schutz als Flüchtlinge suchen. Ende 2016 betrug ihre Zahl weltweit 2,8 Millionen.

Hinter diesen nackten Zahlen stehen die horrenden menschlichen Kosten, die durch Krieg und Verfolgung weltweit verursacht werden: 65,6 Millionen Menschen auf der Flucht, das heißt, dass im Schnitt einer von 113 Menschen weltweit von Flucht und Vertreibung betroffen ist – die Gesamtzahl ist größer als die der Bevölkerung von Großbritannien.

 

„Welchen Maßstab man auch nimmt, diese Zahl ist nicht zu akzeptieren. Und aus ihr spricht lauter als jemals zuvor die Notwendigkeit zur Solidarität und zu gemeinsamen Zielen bei der Prävention und Lösung von Krisen. Gemeinsam muss sichergestellt werden, dass die Flüchtlinge, Binnenvertriebenen und Asylsuchenden weltweit angemessen geschützt und versorgt werden, während zugleich Lösungen angestrebt werden“, sagte UN-Flüchtlingskommissar Filippo Grandi. „Wir müssen zugunsten dieser Menschen besser werden. In einer Welt voller Konflikte bedarf es Entschlossenheit und Mut, nicht Furcht.“

 

Zur weiteren Vertiefung des Themas "Flucht" empfehlen wir folgende Beiträge:

 


Vortrag von Heribert Prantl, Chefredakteur der Süddeutschen Zeitung in Heidelberg 


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Informationsausstellung zum Thema Flucht und Asyl
ein Betrag von pro Asyl
PRO_ASYL_Asyl-ist-MR_Ausstellung_Web_kle
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Download
Tag des Flüchtlings
eine Broschüre von pro Asyl
PRO_ASYL_Tag_des_Fluechtlings_broschuere
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Menschenrechte - für wen?

Menschenrechte – acht Vorträge im Studium Generale der Universität Heidelberg 2017 jetzt als Video Download

In insgesamt acht Veranstaltungen widmet sich die Vorlesungsreihe verschiedenen Aspekten dieses Themenkomplexes Menschenrechte. Das Programm für dieses Semester wurde in Zusammenarbeit mit Amnesty International gestaltet.

Für alle, die keine Gelegenheit hatten, die ersten Vorlesungen zu besuchen, haben nun die Möglichkeit, die Vorträge per Video nachzuvollziehen.

08.Mai 2017 Menschenrechte und Grundrechte Prof. Dr. Martin Borowski Juristische Fakultät

Universität Heidelberg

 


15. Mai 2017 Menschenrechte strafrechtlich schützen – die Genese des Konzepts von ‚Crimes against Humanity‘ Dr. Kerstin von Lingen Historisches Seminar Universität Heidelberg


22. Mai 2017 Bedeutungswandel der Menschenrechte - angesichts der aktuellen Herausforderungen Michael Windfuhr - Deutsches Institut für Menschenrechte e.V.


29. Mai 2017 Menschenrechte als eurozentrisches Konstrukt? Prof. Dr. Annette Hornbacher

Institut für Ethnologie - Universität Heidelberg

 


19. Juni 2017 Menschenrechtsarbeit in einer internationalen Organisation - der Ansatz von Amnesty International Markus N. Beeko, Roland Vogel Amnesty International


26. Juni 2017 Der internationale Menschenrechtsschutz im Gegenwind Prof. Dr. Anne Peters - Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht


03. Juli 2017 Menschenrechte und religiöse Diversität Prof. Dr. Matthias Koenig Institut für Soziologie - Universität Göttingen


10. Juli 2017 Podiumsdiskussion:  Menschenrechte und Profit – Widerspruch oder notwendige Grundlage? Mit Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und sozialen Organisationen.Moderation: Caspar Dohmen, Journalist  

Moi Et Les Autres

Konzertveranstaltung von Amnesty International Ladenburg-Schriesheim im Domhof Ladenburg

Am Freitag, den 19. Mai um 19.30 Uhr kommt  das  Swing-Chanson-Quintett „Moi Et Les Autres“  auf Einladung der Gruppe Ladenburg-Schriesheim von Amnesty International in den Domhof nach Ladenburg. Das Quintett um die Französin Juliette Brousset („Les Brünettes“)und dem Weinheimer Komponisten David Heintz spielen akustische Chansons. Sie erzählen Geschichten: mal poetisch, mal ironisch, mal melancholisch - mal voller Wut sind diese Geschichten aus dem realen Leben. Die Instrumentierung ist dabei äußerst vielfältig: Kontrabass, Gitarre, Akkordeon und Schlagzeug, aber auch Banjo, Ukulele und Melodika. „Ich und die anderen – die Anderen und Ich “ – in dem Anderen mich sehen - der Name ist Programm für die Arbeit einer  Menschenrechtsorganisation wie Amnesty International, die sich für gleiche Menschenrechte weltweit  einsetzt. Karten ab sofort im Vorverkauf  15,-€ , in Ladenburg: Buchhandlung am Rathaus-SEITENWEISE   bücher  am markt; in Schriesheim: Utes Bücherstube und am Samstag, den 8.5.2017 im Begegnungszentrum & Cafe "mitten drin" von 10:30 bis 12:30 Uhr.

Abendkasse: 17,-€.

Nein zur Tadesstrafe

ZAHLEN ZUR TODESSTRAFE 2016 weltweit

Weniger Hinrichtungen, mehr Todesurteile

Amnesty International kämpft seit langem für eine Welt ohne Todesstrafe. Oft können wir uns über Erfolge freuen: Mit Nauru und Benin haben im vergangenen Jahr zwei weitere Länder die Todesstrafe in Gesetz und Praxis abgeschafft. Sie schließen sich damit der Mehrheit der Staaten weltweit an, während eine kleine Minderheit weiter daran festhält. Auch die Zahl der Länder, in denen Todesurteile gesprochen wurden, ist im Vergleich zum Vorjahr von 61 auf 55 gesunken. 

Dies belegt die neue Todesstrafen-Statistik von Amnesty International, die soeben veröffentlicht wurde: www.amnesty.de/todesstrafe

Die Statistik zeigt aber auch: Noch immer wird die Todesstrafe in einigen Ländern exzessiv angewendet. Im vergangenen Jahr dokumentierte Amnesty International weltweit 1.032 Hinrichtungen.

87 Prozent der Exekutionen fanden in nur vier Ländern statt: Iran, Saudi-Arabien, Irak und Pakistan. Der Iran verstößt dabei immer wieder gegen internationales Recht. Die Todesstrafe darf nämlich nicht gegen Menschen verhängt werden, die zum Tatzeitpunkt minderjährig waren. Im Iran geschieht es trotzdem. Allein zwischen 2005 und 2017 wurden mindestens 77 jugendliche Straftäterinnen und Straftäter hingerichtet. 

Der weltweit größte Vollstrecker der Todesstrafe taucht in der Statistik nicht auf: In keinem anderen Land der Welt gibt es so viele Hinrichtungen wie in China. Niemand weiß genau, wie viele Menschen in der Volksrepublik hingerichtet werden. Die Regierung behandelt die Zahl als Staatsgeheimnis, wie ein neuer Amnesty-Bericht belegt. Aber so viel steht fest: Es sind jedes Jahr Tausende – mehr als in allen anderen Staaten der Welt zusammen.

Zum ersten Mal seit 2006 sind die USA nicht unter den fünf Staaten mit den meisten Hinrichtungen. Grund dafür sind teilweise Probleme beim Zugang zu Chemikalien für die Hinrichtung durch die Giftspritze.

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Vorgesehen ist die Todesstrafe in vielen Fällen für besonders schwere Verbrechen wie Mord oder Hochverrat. In einigen Ländern können auch Diebstahl, Drogenhandel, Ehebruch oder Abfall vom Glauben mit dem Tod bestraft werden. Amnesty International wendet sich in ausnahmslos jedem Fall gegen die Todesstrafe.

 

10 Gründe für die Abschaffung der Todesstrafe

Wie oft haben Sie schon die Behauptung gehört, die Todesstrafe habe eine stark abschreckende Wirkung? Oder die Todesstrafe würde die Kriminalitätsrate senken? Für Thesen wie diese gibt es keine Beweise. Im Gegenteil: Hinrichtungen senken den Respekt vor dem menschlichen Leben und machen Gesellschaften gewaltbereiter.

Damit Sie für die nächste Diskussion gewappnet sind, haben wir für Sie die zehn wichtigsten Argumente für die Abschaffung der Todesstrafe zusammengestellt:

 

- Die Todesstrafe verstößt gegen das Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit der Person.

 

- Die Todesstrafe ist unumkehrbar. Die Gefahr, einen unschuldigen Menschen hinzurichten, ist viel    zu groß.

 

- Ein Staat darf sich nicht mit Mördern auf eine Stufe stellen.

 

- Todesurteile treffen überdurchschnittlich oft Menschen in Armut oder ethnische und religiöse            Minderheiten.

 

- Hinrichtungen sind grausam und entwürdigend. Sie senken den Respekt vor menschlichem
  Leben.

    

- Die Todesstrafe macht die Welt nicht sicherer. Sie schreckt Täter nicht vor Straftaten ab.

 

- Die Hinrichtung der Täter macht die Opfer nicht wieder lebendig.

 

- Die Todesstrafe verhindert jede Chance auf Rehabilitation eines Kriminellen.

 

- Auch viele Familien von Mordopfern lehnen die Todesstrafe ab, weil sie die Schmerzen ihres
  Verlustes nicht heilt.

 

- Die Todesstrafe bekämpft nicht die Ursachen für Verbrechen.

 

 

Menschenrechte weltweit gefährdet

AMNESTY INTERNATIONAL REPORT 2016/17

Bericht zur weltweiten Lage der Menschenrechte 2016/17: Menschenrechtsstandards werden untergraben // Politik der Ausgrenzung höhlt Gleichheitsprinzip aus // Amnesty warnt vor Domino-Effekt

 

Anlässlich der Veröffentlichung des „Amnesty International Report 2016/17“ kritisiert Amnesty International eine zunehmende „Wir gegen die Anderen“-Politik und warnt vor den Folgen für die Menschenrechte. „Viele Regierungen und politische Gruppierungen erklären Kritiker pauschal zu Feinden, denen Rechte abgesprochen werden dürfen. Sie machen einzelne Bevölkerungsgruppen zu Sündenböcken für soziale und wirtschaftliche Herausforderungen und grenzen sie aus. Sie versuchen, das Grundprinzip, dass jeder Mensch die gleichen Rechte besitzt, auszuhöhlen – dabei gehört dieses Prinzip zu den grundlegenden Errungenschaften seit Ende des Zweiten Weltkriegs“, sagt Markus N. Beeko, Generalsekretär von Amnesty International in Deutschland, bei der Vorstellung des Reports in Berlin

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„Wir beobachten diese Tendenz in den USA, wo Menschen mittels Dekreten ihrer Rechte beraubt werden sollen – und wir haben sie im Jahr 2016 in allen Weltregionen dokumentiert. Hierfür stehen unter anderem die Massenverhaftungen in der Türkei, die Verfolgung von Umweltaktivisten in Honduras, die Ausgrenzung von ethnischen Gruppen wie den Adivasi in Indien oder die brutale sogenannte Anti-Drogen-Kampagne des philippinischen Präsidenten“, so Beeko. Diese hat im vergangenen Jahr 7.000 Menschen, meist die Ärmsten der Bevölkerung, das Leben gekostet.

Im Jahr 2016 haben Regierungen Gesetze zur massiven Einschränkung der Meinungs- und Versammlungsfreiheit verabschiedet, durch anlasslose Massenüberwachung das Recht auf Privatsphäre verletzt und Journalisten, Aktivisten und Anwälte oft brutalen Repressalien ausgesetzt. In mindestens 22 Ländern weltweit wurden 2016 Menschen ermordet, nur weil sie sich friedlich für ihre Rechte und die anderer einsetzten.

 

Auch in EU-Staaten werden Menschenrechtsstandards zunehmend ausgehöhlt. „Antiterrorgesetze in zahlreichen Ländern der Europäischen Union schränken Freiheitsrechte ohne die notwendige rechtstaatliche Kontrolle der Maßnahmen ein. Es fehlt weiterhin an einer aktiven EU-Flüchtlingspolitik, die den Schutz und sichere Zugangswege für schutzsuchende Menschen in den Fokus stellt“, kritisiert Beeko. „Durch die geplante Zusammenarbeit mit Libyen nimmt die EU schwere Menschenrechtsverletzungen in Kauf. Flüchtlinge und Migranten werden dort in Haftzentren gebracht, wo sie oft ohne Kontakt zur Außenwelt und unter unwürdigen Bedingungen festgehalten werden.“

 

2016 verletzten mindestens 36 Staaten internationales Recht, indem sie Schutzsuchende in Länder zurückgesendet haben, in denen ihnen schwere Menschenrechtsverletzungen drohen.

Die weltweite Erosion menschenrechtlicher Standards geht auch einher mit der Schwächung internationaler Institutionen wie den Vereinten Nationen und dem Internationalen Strafgerichtshof. In mindestens 23 Ländern wurden 2016 nach Amnesty-Recherchen Kriegsverbrechen begangen.

„Für eine globalisierte Welt sind globale Menschenrechtsstandards eine wesentliche Grundlage für Frieden und Sicherheit. Wenn mehr und mehr Staaten den politischen Willen vermissen lassen, die Menschenrechte zu stärken, dann droht ein Domino-Effekt“, appelliert Beeko. „Es wird darauf ankommen, dass Menschen weltweit für die Stärkung der Menschenrechte – im eigenen Land wie im Ausland – eintreten. Wir erleben eine kritische Zeit, in der es gilt, historische Errungenschaften wie die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte entschlossen zu verteidigen.“

 

Der Amnesty International Report 2016/17 gibt auf mehr als 500 Seiten Auskunft über die aktuelle Lage der Menschenrechte in 159 Ländern und Territorien. Die deutsche Ausgabe  erscheint voraussichtlich am 24. Mai 2017 im S. Fischer Verlag. 

 

Weitere Informationen finden unter folgendem:

www.amnesty.de/amnesty-international-report-201617

Menschenrechte gemeinsam einfordern

Briefmarathon 2016:  EIN VOLLER ERFOLG

Briefeschreiben kann Leben retten, das zeigt der weltweite Briefmarathon, den Amnesty International jedes Jahr rund um den Tag der Menschenrechte am 10. Dezember startet. Dabei schreiben Hunderttausende Menschen in allen Teilen der Welt innerhalb weniger Tage Millionen Briefe für Menschen in Gefahr. Sie drücken darin ihre Solidarität mit Menschen aus, deren Rechte verletzt werden, und sie appellieren an Regierungen, die Menschenrechte zu achten.

Mit ihren Briefen, E-Mails und Petitionsunterschriften bewirken sie Freilassungen, verhindern Folter, schützen Menschen vor unfairen Prozessen und retten Leben.

 

Unsere Fälle

 

Von den von Amnesty International vorgeschlagenen 14 Fällen hat die Amnesty Gruppe Ladenburg / Schriesheim folgende 4 Fälle ausgewählt:

 

USA: Eduard Snowden - Sein Mut veränderte die Welt, dafür droht ihm lange Haft

Ägypten: Mahmoud Abu Zeid - Journalist im Gefängnis, weil er Fotos gemacht hat

Malawi: Annie Alfred - Aberglaube bringt sie in Lebensgefahr

Aserbaidschan: Bayram Mammadov und Giyas Ibrahimov: Wegen Graffiti inhaftiert und gefoltert

 

Unsere Veranstaltungen 

 

Do 01.12.   11:00 Uhr Rathaus, Schriesheim

Sa 03.12.    10:30 bis 12:30 Uhr Begegnungszentrum & Cafe "mittendrin", Schriesheim

Mi 07.12.    17:30 Uhr Rathaus, Ladenburg

So 11.12.    im Anschluss an den Gottesdienst der Ev. Kirche, Ladenburg

Sa 17.12.   10:30 bis 12:30 Uhr Begegnungszentrum & Cafe "mittendrin", Schriesheim

Ferner: Briefmarathon 2016 in den Schulen, Carl-Benz-Gymnasium, Ladenburg 

 

Ergebnisse der Amnesty Gruppe Ladenburg | Schriesheim

 

insgesamt                         669 Briefe

davon in den Schulen       152 Briefe

 

Wir danken allen Teilnehmern und Unterstützern für ihr Engagement