AMNESTY GRUPPE 1500  LADENBURG SCHRIESHEIM

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Amnesty International setzt sich auf der Grundlage der “Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte” für eine Welt ein, in der die Rechte einer jeden Person geachtet werden. Amnesty International deckt Menschenrechtsverletzungen weltweit auf und wird aktiv, wenn Menschen akut bedroht sind.

 

Die Amnesty Gruppe Ladenburg-Schriesheim unterstützt vor Ort die Aktionen und Kampagnen von Amnesty International und möchte zum Mitmachen und zur Mitarbeit bewegen. 


Nächster Termin


 

Sa. 21. September 2019 10:30 Uhr - 12:30 Uhr  Café Mittendrin

Ort: Schriesheim, Kirchstraße 4 


Informationen - Themen - Kampagnen

Dr. Kwalela Kafunya, Sambia,  aus der Haft entlassen



Dr. Kwalela Kafunya wurde am 10. Mai 2019 aus der Haft in die Freiheit entlassen. Seine Botschaft an Amnesty International lautet: "thank you very much for all the support rendered on my case, the road was not easy but you made manageable."

 

Vielen Dank für die Unterstützer, die sich an den Petitionen beteiligt haben.

 

 

Die Amnesty Gruppe Ladenburg | Schriesheim setzte sich für die Freilassung von Dr. Kwalela Kafunya ein.

 

Dr. Kwalela Kafunya, ein 30jähriger Arzt, wurde wegen „Verleumdung“ von Präsident Edgar Lungu, außerdem wegen „schriftlicher Morddrohung“ und „falscher Angaben gegenüber einem staatlichen Angestellten“ zu 7 Jahren Gefängnisstrafe verurteilt.

Am 8.5.2017 wurde Dr. Kwalela Kafunya verhaftet. Zunächst wurde der Grund seiner Festnahme nicht genannt, eine Freilassung auf Kaution wurde dreimal abgelehnt.

 

Am 19. Mai 2017 wurde er zum ersten Mal vor Gericht gestellt. Die Anklagen beruhten auf Anschuldigungen, dass Dr. Kwalela unter dem Namen Olivia Kanku, einer Medizinerin aus der Luampa Gegend, einen falschen Facebook-Account eröffnet habe mit der Absicht, den Präsidenten zu verleumden. Er wurde auch beschuldigt, verstörende Bemerkungen, Beleidigungen und digital veränderte Bilder von Präsident Lungu mit seinem Facebook-Account verbreitet zu haben. Dr Kwalela bestritt, den falschen Facebook-Account eröffnet zu haben.

Dr. Kwalela wurde auch beschuldigt, handgeschriebene Morddrohungen an die Ärztin geschickt zu haben, deren Name dazu benutzt wurde, den gefälschten Facebook-Account einzurichten. Er wurde ebenfalls beschuldigt, einem staatlichen Angestellten gegenüber falsche Angaben gemacht zu haben.

Dr. Kwalelas Gerichtsverhandlung fand in Mongu vom 20.7. bis zum 28.9.17 statt.

Am 10.1.18, nach einem unfairen Gerichtsverfahren, in welchem staatliche Einflussnahme eine offenkundige Rolle spielte, wurde Dr. Kwalela zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt. Während seiner Verhandlung war der Gerichtssaal angefüllt mit Beamten aus dem Präsidentenamt, Bezirksvertretern und Mitgliedern der herrschenden Partei. Ihre Anwesenheit könnte den Friedensrichter eingeschüchtert haben, da das Gericht während der Anhörungen zu dem Fall den Standpunkt der Regierung vertrat. Der ansässige Friedensrichter, Lameck Mwale, wurde nach dem Urteil befördert. Außerdem wurden die Nachforschungen über diesen Fall während der Verhandlung und nicht, wie dies der Fall sein sollte, vor dem Gerichtsverfahren, angestellt.

 

Dr. Kwalela wurde zu 2 Jahren wegen „Beleidigung“, 2 Jahren wegen „falschen Angaben gegenüber einem staatlichen Angestellten“ und 3 Jahren für „`schriftliche Morddrohung“ verurteilt. Die Urteile, welche gleichzeitig wirksam werden, bedeuten somit eine 3 Gefängnisstrafe.

 

 


HAFTENTLASSUNG MIT EINSCHRÄNKUNGEN

Der Fall von Mahmoud Abu Zeid genannt "Shawkan" hat die Amnesty Gruppe Ladenburg | Schriesheim seit mehreren Jahren beschäftigt. Durch Briefaktionen und Petitionen u.a. am Briefmarathon 2016 hat sich die Gruppe für seine Freilassung eingesetzt. Um so größer war die Erleichterung über die Nachricht von seiner Freilassung am 3. März 2019. Deshalb wollen wir uns bei den vielen Unterstützern bedanken, die sich an den Appellen beteiligt haben

Hintergrund 

Mahmoud Abu Zeid war für die britische Fotoagentur Demotix tätig, als er am 14. August 2013 von Polizeikräften festgenommen wurde, weil er den Sitzstreik am Rabaa-al-Adawiya-Platz in Kairo fotografierte. Er wurde zusammen mit zwei ausländischen Medienschaffenden festgenommen, die man noch am selben Tag freiließ. 

Die ägyptischen Behörden beschuldigten ihn, 24 verschiedene Straftaten begangen zu haben, darunter auch Mord. Während des Verfahrens legte die Staatsanwaltschaft jedoch kein Beweismaterial vor, das die Vorwürfe gegen Mahmoud Abu Zeid hätte erhärten können.

Im September 2018 wurde er in einem Massenverfahren schuldig gesprochen und zu fünf Jahren Gefängnis, einer Geldstrafe und weiteren fünf Jahren Bewährung verurteilt. 

 

Unter den mehr als 700 anderen Angeklagten des Massenverfahrens befanden sich hochrangige Mitglieder der Muslimbruderschaft. Die fünf Jahre Haft hatte Mahmoud Abu Zeid zu diesem Zeitpunkt bereits durch die Untersuchungshaft verbüßt. Da er die Geldstrafe nicht bezahlen konnte, wurde seine Haft um weitere sechs Monate verlängert.

 

Mit der längst überfälligen Freilassung von Mahmoud Abu Zeid endet für ihn und seine Familie eine qualvolle Zeit. Er war ein gewaltloser politischer Gefangener und hätte keine Minute hinter Gittern verbringen dürfen – schon gar nicht fünfeinhalb Jahre.

Seine Freilassung ist an eine haarsträubende Bewährungsauflage geknüpft: Er muss die nächsten fünf Jahre täglich 12 Stunden auf einer Polizeiwache verbringen – von 18 bis 6 Uhr. Diese ungeheuerliche Maßnahme schränkt seine Freiheit weiterhin massiv ein und muss umgehend aufgehoben werden

Die Amnesty Gruppe Ladenburg | Schriesheim wird sich weiterhin für Shawkan einsetzen 

 


Erfolge von Amnesty international

Amnesty International  setzt sich mit Appellen, Aktionen und Kampagnen in Form von Petitionen, Urgent Actions und Einzelbriefen weltweit für Menschen ein, die zu Unrecht politisch verfolgt werden, in Haft sind oder mit der Todesstrafe bedroht werden. Unterstützer der Gruppe Amnesty Ladenburg – Schriesheim, die sich bei diesen Aktionen aktiv beteiligen, fragen häufig, ob ihr Engagement auch Erfolg hat. Da in den öffentlichen Medien nur selten über solche Erfolge berichtet werden, soll hier in regelmäßigen Abständen ein Überblick gegeben werden, bei welchen Fällen die Arbeit von Amnesty International zu sichtbaren Erfolgen geführt hat. Nachfolgend finden Sie exemplarische Fälle vom 2. Quartal 2018.

Äthiopien - Eskinder Nega,

Meinungsfreiheit, am 05.04.2018 wieder frei.

https://www.amnesty.de/informieren/aktuell/aethiopien-eskinder-nega-ist-frei


Südkorea - Lee Jin-young,

Gewerkschafter, am 11.04.2018 freigesprochen.

https://www.amnesty.de/mitmachen/erfolg/aktivist-frei


Türkei - Sercan İpekcioğlu „Ezhel“,

freie Meinungsäußerung, am 20.06.2018 freigelassen.

https://www.amnesty.de/informieren/aktuell/erfolge-april-juni-2018


Sudan - 50 Aktivist_innen frei, freie Meinungsäußerung, am 10.04.2018 freigelassen.

http://amnesty-sudan.de/amnesty-wordpress/2018/02/18/ua-035-2018-hunderte-festgenommen-verbleib-unbekannt/


Usbekistan - Bobomurod Abdullayev ,

Journalist, am 07.05.2018 freigelassen.

 

 

https://www.amnesty.de/mitmachen/erfolg/gewaltloser-politischer-gefangener-frei


Ecuador -  Patricia Gualinga, Menschenrechtsverteidigerin, nicht mehr unmittelbar bedroht.

 

https://www.amnesty.de/mitmachen/erfolg/menschenrechtlerin-nicht-mehr-gefahr


Israel/Besetzte Gebiete - Munther Amira,

freie Meninungsäußerung, am 06.06.2018 freigelassen.

https://www.amnesty.de/mitmachen/urgent-action/verfahren-vor-militaergericht


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Überblick der Erfolge von AI in 2018
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