AMNESTY GRUPPE 1500  LADENBURG SCHRIESHEIM

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Amnesty International setzt sich auf der Grundlage der “Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte” für eine Welt ein, in der die Rechte einer jeden Person geachtet werden. Amnesty International deckt Menschenrechtsverletzungen weltweit auf und wird aktiv, wenn Menschen akut bedroht sind.

 

Die Amnesty Gruppe Ladenburg-Schriesheim unterstützt vor Ort die Aktionen und Kampagnen von Amnesty International und möchte zum Mitmachen und zur Mitarbeit bewegen. 


Nächster Termin


Sa. 23. November 2019 10:30 Uhr - 12:30 Uhr  Café Mittendrin

Ort: Schriesheim, Kirchstraße 4


Informationen - Themen - Kampagnen


DER AMNESTY Briefmarathon 2019


SCHREIB FÜR FREIHEIT: Hunderttausende Menschen machen jedes Jahr beim Amnesty-Briefmarathon mit: Sie schreiben Briefe für Menschen in Not und Gefahr. 2018 waren es weltweit 5,9 Millionen Briefe – adressiert an Regierungen, um Unrecht zu beenden, und an bedrohte Menschen, um ihnen Solidarität zu zeigen.

Zu unrecht inhaftierte Menschen werden freigelassen, diskriminierende Gesetzestexte geändert und politische Aktivistinnen und Aktivisten in ihrer Arbeit unterstützt: Die jährliche Aktion anlässlich des Internationalen Tags der Menschenrechte am 10. Dezember ist sehr erfolgreich.

Die Amnesty Gruppe Ladenburg/Schriesheim hat im Vorjahr beim Briefmarathon 1042 Briefe unter Beteiligung der Schulen in Ladenburg und Schriesheim versenden können. Diese Zahl möchten wir dieses Jahr erreichen, vielleicht auch übertreffen. Deshalb bitten wir alle BürgerInnen, sich am Briefmarathon zu beteiligen. Bei unseren vielen Veranstaltungen vom 1.12 bis 23.12.2019 haben Sie Gelegenheit,sich für die Menschenrechte einzusetzen..Auf unserer Terminliste sind alle Veranstaltungen vermerkt, bei denen Sie sich am Briefmarthon beteiligen können. 


ERFOLGE VON AMNESTY INTERNATIONAL

 

Amnesty International setzt sich mit Appellen, Aktionen und Kampagnen in Form von Petitionen, Urgent Actions und Einzelbriefen weltweit für Menschen ein, die zu Unrecht politisch verfolgt werden, in Haft sind oder mit der Todesstrafe bedroht werden. Sowohl Unterstützer der Gruppe Amnesty Ladenburg – Schriesheim als auch Besucher unserer Homepage, die sich bei diesen Aktionen aktiv beteiligen, fragen häufig, ob ihr Engagement und unsere Arbeit auch Erfolg haben. Da in den öffentlichen Medien nur selten über solche Erfolge berichtet werden, soll hier in regelmäßigen Abständen ein Überblick gegeben werden, bei welchen Fällen die Arbeit von Amnesty International sichtbar etwas bewirkt hat. 

Nachfolgend sind beispielhafte Fälle aus diesem Jahr (2019) aufgeführt.


Russland - Oleg Sentsov freigelassen 

Der ukrainische Regisseur Oleg Sentsov kam Anfang September 2019 frei. Der ukrainische Regisseur hatte 2014 auf der Krim gegen die Annexion der Halbinsel durch Russland protestiert und war im Mai 2014 festgenommen worden.

Freiheit für Oleg Sentsov fordern Meret Becker, Katja Riemann und Amnesty International auf der Berninale 2016.


Israel und besetzte Gebiete - Khalida Jarrar  aus dem Gefängnis entlassen

 

Nach 20 Monaten ohne Anklage oder Gerichtsverfahren wurde die bekannte palästinensische Politikerin und Parlamentsabgeordnete am 28.02.2019 freigelassen.


Myanmar - Aktivist Tin Maung Kyi, friedlicher Protest, am 07.03.2019 freigelassen.

 

 

https://www.amnesty.de/mitmachen/erfolg/aktivist-freigelassen-1


Marokko - Menschenrechtsverteidiger Zine El Abidine Erradi am 29.03.2019 freigelassen,

 https://www.amnesty.de/mitmachen/erfolg/menschenrechtler-freigelassen-0

 


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Dr. Kwalela Kafunya, Sambia,  aus der Haft entlassen



Dr. Kwalela Kafunya wurde am 10. Mai 2019 aus der Haft in die Freiheit entlassen. Seine Botschaft an Amnesty International lautet: "thank you very much for all the support rendered on my case, the road was not easy but you made manageable."

 

Vielen Dank für die Unterstützer, die sich an den Petitionen beteiligt haben.

 

 

Die Amnesty Gruppe Ladenburg | Schriesheim setzte sich für die Freilassung von Dr. Kwalela Kafunya ein.

 

Dr. Kwalela Kafunya, ein 30jähriger Arzt, wurde wegen „Verleumdung“ von Präsident Edgar Lungu, außerdem wegen „schriftlicher Morddrohung“ und „falscher Angaben gegenüber einem staatlichen Angestellten“ zu 7 Jahren Gefängnisstrafe verurteilt.

Am 8.5.2017 wurde Dr. Kwalela Kafunya verhaftet. Zunächst wurde der Grund seiner Festnahme nicht genannt, eine Freilassung auf Kaution wurde dreimal abgelehnt.

 

Am 19. Mai 2017 wurde er zum ersten Mal vor Gericht gestellt. Die Anklagen beruhten auf Anschuldigungen, dass Dr. Kwalela unter dem Namen Olivia Kanku, einer Medizinerin aus der Luampa Gegend, einen falschen Facebook-Account eröffnet habe mit der Absicht, den Präsidenten zu verleumden. Er wurde auch beschuldigt, verstörende Bemerkungen, Beleidigungen und digital veränderte Bilder von Präsident Lungu mit seinem Facebook-Account verbreitet zu haben. Dr Kwalela bestritt, den falschen Facebook-Account eröffnet zu haben.

Dr. Kwalela wurde auch beschuldigt, handgeschriebene Morddrohungen an die Ärztin geschickt zu haben, deren Name dazu benutzt wurde, den gefälschten Facebook-Account einzurichten. Er wurde ebenfalls beschuldigt, einem staatlichen Angestellten gegenüber falsche Angaben gemacht zu haben.

Dr. Kwalelas Gerichtsverhandlung fand in Mongu vom 20.7. bis zum 28.9.17 statt.

Am 10.1.18, nach einem unfairen Gerichtsverfahren, in welchem staatliche Einflussnahme eine offenkundige Rolle spielte, wurde Dr. Kwalela zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt. Während seiner Verhandlung war der Gerichtssaal angefüllt mit Beamten aus dem Präsidentenamt, Bezirksvertretern und Mitgliedern der herrschenden Partei. Ihre Anwesenheit könnte den Friedensrichter eingeschüchtert haben, da das Gericht während der Anhörungen zu dem Fall den Standpunkt der Regierung vertrat. Der ansässige Friedensrichter, Lameck Mwale, wurde nach dem Urteil befördert. Außerdem wurden die Nachforschungen über diesen Fall während der Verhandlung und nicht, wie dies der Fall sein sollte, vor dem Gerichtsverfahren, angestellt.

 

Dr. Kwalela wurde zu 2 Jahren wegen „Beleidigung“, 2 Jahren wegen „falschen Angaben gegenüber einem staatlichen Angestellten“ und 3 Jahren für „`schriftliche Morddrohung“ verurteilt. Die Urteile, welche gleichzeitig wirksam werden, bedeuten somit eine 3 Gefängnisstrafe.

 

 


HAFTENTLASSUNG MIT EINSCHRÄNKUNGEN

Der Fall von Mahmoud Abu Zeid genannt "Shawkan" hat die Amnesty Gruppe Ladenburg | Schriesheim seit mehreren Jahren beschäftigt. Durch Briefaktionen und Petitionen u.a. am Briefmarathon 2016 hat sich die Gruppe für seine Freilassung eingesetzt. Um so größer war die Erleichterung über die Nachricht von seiner Freilassung am 3. März 2019. Deshalb wollen wir uns bei den vielen Unterstützern bedanken, die sich an den Appellen beteiligt haben

Hintergrund 

Mahmoud Abu Zeid war für die britische Fotoagentur Demotix tätig, als er am 14. August 2013 von Polizeikräften festgenommen wurde, weil er den Sitzstreik am Rabaa-al-Adawiya-Platz in Kairo fotografierte. Er wurde zusammen mit zwei ausländischen Medienschaffenden festgenommen, die man noch am selben Tag freiließ. 

Die ägyptischen Behörden beschuldigten ihn, 24 verschiedene Straftaten begangen zu haben, darunter auch Mord. Während des Verfahrens legte die Staatsanwaltschaft jedoch kein Beweismaterial vor, das die Vorwürfe gegen Mahmoud Abu Zeid hätte erhärten können.

Im September 2018 wurde er in einem Massenverfahren schuldig gesprochen und zu fünf Jahren Gefängnis, einer Geldstrafe und weiteren fünf Jahren Bewährung verurteilt. 

 

Unter den mehr als 700 anderen Angeklagten des Massenverfahrens befanden sich hochrangige Mitglieder der Muslimbruderschaft. Die fünf Jahre Haft hatte Mahmoud Abu Zeid zu diesem Zeitpunkt bereits durch die Untersuchungshaft verbüßt. Da er die Geldstrafe nicht bezahlen konnte, wurde seine Haft um weitere sechs Monate verlängert.

 

Mit der längst überfälligen Freilassung von Mahmoud Abu Zeid endet für ihn und seine Familie eine qualvolle Zeit. Er war ein gewaltloser politischer Gefangener und hätte keine Minute hinter Gittern verbringen dürfen – schon gar nicht fünfeinhalb Jahre.

Seine Freilassung ist an eine haarsträubende Bewährungsauflage geknüpft: Er muss die nächsten fünf Jahre täglich 12 Stunden auf einer Polizeiwache verbringen – von 18 bis 6 Uhr. Diese ungeheuerliche Maßnahme schränkt seine Freiheit weiterhin massiv ein und muss umgehend aufgehoben werden

Die Amnesty Gruppe Ladenburg | Schriesheim wird sich weiterhin für Shawkan einsetzen .