Einsatz mit Erfolg

IST ES SINNVOLL, SICH FÜR DIE ARBEIT VON AMNESTY INTERNATIONAL EINZUSETZEN?

 

Hat die Arbeit von Amnesty International Erfolg? Kann man gegen Menschenrechtsverletzungen denn etwas tun? Ist das Schreiben von Briefen nicht nutzlos? Das sind Fragen, die wir oft gestellt bekommen. Obwohl unsere Arbeit erfolgreich ist, sind die Ergebnisse vielen nicht bekannt.

 

Der Schlüssel zum Erfolg ist in der Tatsache begründet: Menschenrechtsverletzter fürchten die Öffentlichkeit. Das macht sich Amnesty International zunutze und entwickelt Methoden in Form von Kampagnen und Aktionen,  um die Verletzung von Menschenrechten und deren Verursacher öffentlich an den Pranger zu stellen.

 

Die Stärke von Amnesty liegt im freiwilligen Engagement von mehr als drei Millionen Menschen weltweit. Die “Briefe gegen das Vergessen”, die Eilaktionen und Unterschriftenlisten sind einige dieser erfolgreichen Methoden. Weltweit beteiligen sich Menschen aus den verschiedensten Ländern an den Aktionen und helfen per E-Mail, Brief oder Fax, drohende Menschenrechtsverletzungen zu verhindern oder begangene aufzuklären.

 

Die Erfolge sind sichtbar: Gefangene werden freigelassen, politische Morde werden untersucht, Folterungen eingestellt, Todesurteile umgewandelt, Untersuchungen eingeleitet oder medizinische Versorgung gewährt.

 

Drei Beispiele aus der jüngsten Arbeit  der Gruppe Amnesty Gruppe Ladenburg-Schriesheim zeigen, dass sich der Einsatz lohnt. Der Briefmarathon 2015 erwies sich von der Beteiligung und den Wirkungen her als voller Erfolg. Die Gruppe konnte nicht nur die hohe Zahl von 542 Briefen gegen das Vergessen sammeln, bei den fünf ausgewählten Fällen sind zwischenzeitlich bei drei Fällen Erfolge nach relativer kurzer Zeit zu vermelden: 

DR KONGO:

Fred Bauma & Yves Makwambala drohte die Todesstrafe.

In der Demokratischen Republik Kongo sind vier Aktivisten aus der Haft entlassen worden, darunter Fred Bauma und Yves Makwambala. Amnesty International hatte sich unter anderem im Rahmen des Briefmarathons 2015 für die Freilassung der beiden Männer eingesetzt und weltweit mehr als 170.000 Appelle gesammelt.

BURKINO FASO:

Zwangsverheiratungen von minderjährigen Mädchen

Das Justizministerium des afrikanischen Staates hat im Februar 2016 erklärt, Eheschließungen unter 18 Jahren zu verbieten und Zwangsverheiratungen unter Strafe zu stellen.

MYANMAR: Phyoe Phyoe Aung

Inhaftierung wegen Protestaktion

 

Als Generalsekretärin des Dachverbandes wurde sie wegen unerlaubten Teilnahme an einer Versammlung und Unruhestiftung angeklagt. Ihr drohte eine neuneinhalb Jahre Haft. Im April 2016 wurde sie freigelassen. 394.670 Briefe von Amnesty weltweit haben wesentlich dazu beigetragen.

Zitat Phyoe Phyoe Aung;

 „All diese Briefe zu bekommen bestärkt mich in dem, was wir tun. Ich habe angefangen zu begreifen, dass die Welt zusieht und uns anfeuert - wir sind nicht allein. Ich danke allen sehr für ihre Unterstützung. „

Der Dank gilt allen, die sich an den Aktionen aktiv beteiligt haben, denn nur durch diese Unterstützung können wir Erfolge erzielen. Aber es gilt auch, dass sich Erfolge nicht automatisch einstellen. Wir brauchen die Ausdauer und die Zuversicht von Marathonläufern. Insofern ist der Begriff "Briefmarathon" zutreffend. 

 

Mehr Informationen über die Erfolge von Amnesty International zeigt der Link:

Erfolg mit Einsatz